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Drei verschiedene auf einen Streich.

 

Heißer September. Chance auf Bisse bei 21° Wassertemperatur eher nur für Friedfische. Himmel auch noch klar,Aber 3 Tage nach Neumond. Also kleine Chance.18:00 Uhr  los mit dem Boot. In „meiner“ Bucht Köderfische gestippt (Eingefrorene waren aus). Rüber auf die andere Seite und Boot verankert. Erste Rute mit Köfi auf Pose in den Bug gelegt. Die nächste wurde eine Grundrute  und kam ins Heck. Noch während ich meine Abendbrotstulle aß, bemerkte ich ein leichtes versetzen der Pose. Na, sollte das ein Biss sein.Keine weitere Bewegung, also Tee eingegossen  und Brot in Ruhe aufgegessen. Immer mal wieder auf die Pose geschielt – nein, nichts. Zeit inzwischen für die dritte Rute – es dämmerte langsam-etwa 1945 Uhr. Also Rute raus, Wurm dran und vor die Schilfkante damit. Im Augenwinkel sah ich die Pose verschwinden. Also Wurm Rute provisorisch abgelegt und Posen Rute in die Hand genommen. Nein, die Schnur lief nicht ab. Die Pose war aber auch nicht zu sehen. Sollte da ein Hecht am Werke sein? Noch einen Augenblick gewartet und da taucht die Pose auf- nur 5 Meter neben der Pose mit dem Wurm. Also schnell über die Schnur Kontakt aufgenommen und plötzlich geht die Pose in die andere Richtung. Erleichterung. Anhieb. Rute biegt sich verdächtig im Drill. 3 Minuten Später ein schöner 67 cm ( zuhause gewogen, ca. 1800 g ) Hecht im Kescher.

Kaum wieder frisch besteckt und ausgeworfen geht die Pose schon wieder weg und die Schnur läuft und läuft. Nerven behalten! Nicht zu früh den Anschlag setzen. Doch was ist das?  Bestimmt 30-40 Meter in Richtung Seemitte taucht die Pose wieder auf und liegt ganz still. Nichts rührt sich mehr. Jetzt geht auch noch das Glöckchen von der Grundrute. Schnell Kontrolle, dass die Schnur frei laufen kann.Anhieb bei der Posen Rute – ins Leere. Nach dem Einholen Köfi noch ganz, aber sämtliche Schuppen weg. Hakenspitze im Köderfisch ( bei Einzelhaken Gr. 1 ). Fischchen neu aufgefädelt und wieder raus – an die Kante. An der Grundrute war nicht viel Schnur genommen  worden – Kontakt aufgenommen, alles ruhig. Trotzdem Anhieb gesetzt und nach dem Einholen genau wie an der Posen Rute: Köfi ganz, ohne Schuppen und der Haken im Köfi.

Also nach dem neuen Auffädeln erneut raus, auch auf die Kante an der Heckseite. Um ca. 20.45 Uhr meldet sich erneut das Glöckchen der Grundrute. Jetzt aber sofort die Rute in die Hand und den Lauf der Schnur über den Zeigefinger kontrolliert. Nach geschätzten 20 – 30 m Schnurnahme plötzlich Stillstand. Mit dem erneuten Schnurabzug Anhieb- und sitzt. Heraus kommt ein Zander von 52 cm (Haken sauber im Maulwinkel- Köderfisch hängt auf der Schnur ). Versorgt, neu beködert und die Rute wieder raus.

Die Rute mit dem Wurm kontrolliert und an anderer Stelle vorm Schilf platziert. Jetzt erst mal wieder Ruhe genießen. Solange bis der nächste Aufreger kommt. Und der ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Gegen 21.20Uhr fehlt mir- mehr instinktiv – das Licht der Posen Angel. Intensiver geschaut und tatsächlich sehe ich den grünlichen Schimmer der Pose in Bootshöhe entlang der 5 m -Kante unter Wasser. Also auch hier Tuchfühlung und den Anschlag gesetzt. Ohne viel Gegenwehr 56 er Zander im Kescher. Auch hier hängen der Köderfisch auf der Schnur und der Haken sauber im Maulwinkel.

Jetzt folgt eine längere Zeit, in der die Wasseroberfläche etwas unruhiger wird und dem Auge die ganze Zeit vorgaukelt: Biss. Oft Rute hoch, Köfikontrolle, nichts. Plötzlich 0.30 Uhr „hoppelt“ die Pose vorm Schilf und wird dann mit Geschwindigkeit, wie man das beim Zander kennt, Richtung Tiefe gezogen. Bevor die Schnur sich im Ankertau verheddern kann, Anhieb und Kurbeln. Schon im Drill fühlt sich das an, wie ein Aal. Heraus kommt ein 64 cm Breitkopf-Aal.

Jetzt ist aber auch Ansitzende.

Petri Heil CJ-S

P.S.:

  • Schon seit geraumer Zeit ködere ich derart an, dass der Haken an der Schwanzwurzel austritt.
  • Ja, der eine oder andere Fehlbiss ist dabei, aber seitdem wurde kein einziger kleiner Zander mehr „verangelt“!

ASV Schleswig

Meine ersten Aale

Die Nächte werden wärmer. Lohnt sich schon der Ansitz in die Nacht hinein? Ein erster Versuch an der Treene brachte nichts, wurde aber dafür von einem schönen Mondaufgang begleitet. Was macht mein Langsee? Die „Alteingesessenen“ haben es noch nicht probiert. „ Ist alles später dieses Jahr“ geben sie zur Antwort“ Aber Versuch macht klug“.

Also mach ich mich auf die „Socken“ und suche mir erst einmal die nötigen Tauwürmer. Schnell waren 20 -25 Stück gefunden. Auch ein paar Maden mitnehmen, um einige Köderfischchen zu fangen. Dann sollte es abends losgehen. Aber der Blick auf den Kalender zeigte zunehmenden Mond an – drei Tage vor Vollmond. Nach allem was man bislang so gehört hatte nicht gerade rosige Aussichten für eine erfolgreiche Fischwaid. Ausgerechnet auf Aal. Egal im Fernsehen war sowieso nichts Interessantes. Warm eingepackt und frohen Mutes auf zum Langsee. 6 Köderfischchen waren schnell gefangen, alles Geschirr zum Boot gebracht und ab geht die Post. Aber wohin? Erst mal raus auf die Mitte. Oh je, meine beiden „angedachten“ Stellen sind schon von Sportfreunden belegt.

Das geht ja schon gut los denke ich so bei mir. Also umgedreht und gar nicht weit weg vom Liegeplatz, in einer kleinen Bucht, die Scharkante gesucht. Angeln präparieren und raus damit! Schmale Leuchtposen aufgezogen und gelotet. Richtige Tiefen eingestellt und dann konnte das Warten beginnen. Erst einmal tut sich nichts. Doch was ist das? Die rechte Rute verneigt sich andächtig ( mit Köderfisch bestückt ) und ist plötzlich wieder kerzengerade. Schande! Alles so schön vorbereitet und dann vergessen den Bügel offen zu lassen. Selbst Schuld. Das Fischchen zeigt eindeutig Spuren eines Zanderbisses. Außer dass zwischenzeitlich der Mond aufgegangen ist tut sich bis halb zwölf nichts mehr. Na, noch ´ne halbe Stunde zugegeben. Dann plötzlich ist die Pose auf der linken Seite verschwunden. Schnell nachschauen, dass die Schnur frei laufen kann- und die läuft prima ca. drei, vier Meter – Stillstand. Da mit Wurm bestückt, warte ich darauf, dass die Schnur wieder anfängt zu laufen. Aber nichts tut sich und der Schwimmer kommt auch nicht wieder an die Oberfläche. Nacht zwei Minuten ist die Geduld vorbei. Anhieb gesetzt und angefangen zu kurbeln. Meinen ersten Aal dieser Saison – nicht besonders groß aber Mindestmaß reichlich überschritten. In der folgenden Stunde fange ich noch drei weitere Aale und das drei Tage vor Vollmond. Halb zwei höre ich dann auf.

Ausdauer hat sich gelohnt und der alte Spruch hat sich bewahrheitet: Nur wer die Angeln im Wasser hat, kann Fische fangen.

 

Petri Heil

CJ-S

 

ASV Schleswig

Seit 18 Jahren fische ich mit Streamer

Hallo zusammen,

seit 18 Jahren fische ich mit dem Streamer auf Hecht.
Vor zwei Jahren habe ich dann meinen ersten Meter Plus gefangen.
Vielleicht ist es ja wirklich so, dass man erst einen fangen muss, damit der Bann gebrochen wird. Wichtig für mich, ich wollte ihn vor der Haustür fangen , wo nicht so viele Meter rumschwimmen.
Seitdem ich Gewässerwart in einem Salmonidengewässer bin und mich mit den Prädatoren und deren Druck auf ihre Mitflossenträger auseinander setze, hat sich natürlich zur Wertigkeit "Hecht " nichts geändert. Das nur kurz vorweg.
Der erste Mai in diesem Jahr begann an einem Vereinsgewässer (Stillgewässer), wo ich in den vergangenen Jahren recht gute Fische gefangen habe.
Unter anderem auch den Meter plus . Gestern sollte aber nichts gehen . Gefischt habe ich von 6 Uhr bis 9 :30 Uhr . Einen Anfasser hatte ich. Das war's dann auch.
Nicht gefrustet, aber meine Erwartungshaltung war doch höher, als das Erfahrene. Nachdem ich den Nachmittag mit meiner Familie genossen habe, Kam mir in den Sinn, gegen 18 Uhr noch mal das Fließgewässer vor meiner Haustür aufzusuchen und zuschauen, ob da noch was geht.
Das E-fischen auf Laichfische, hatte ja letztes Jahr gezeigt , dass wir recht viele und große Hechte in unserem Fluss haben. Eine gute Möglichkeit meine neue Switchrute, die mir Andi Schulz_(Northtackle) aufgebaut hat, zu testen. Am Gewässer angekommen, dauert es auch nicht lange, bis ich den ersten Nachläufer hatte. Okay, also neu angeworfen, kürzere und langsame Strips, vermeintliche Hänger, bang!! Ist schon sagenhaft, was diese Minikrokodile in Fließgewässern an Kraft entwickeln. Fisch versorgt und weitergefischt. Mist, Knoten in dem Shootingtaper, tüddel tüddel ( der Streamer taumelt zum Grund ), ich hebe den Streamer aus dem Wasser, um erneut anzusetzen, da explodiert das Wasser von mir . Knapp verfehlt der Esox sein Ziel. UPS, da will das aber einer wissen. Erneut abgelegt, zwei kurze Strips und fest. Dann konnten die Spiele beginnen, das Gewässer an dieser Stelle zwischen 2 und 4 m breit, ca. 1,50 m tief. Ja, dann hat er das gemacht, was man von einem Flusshecht erwartet. Strömung und Gewicht genutzt........... 1,00m genau. Fisch versorgt und ersteinmal das Adrenalin verdaut. Sehr gut, was soll ich noch berichten? Dann 5 Wurf weiter, stieg die nächste Dame ein. 85cm sehr adipös. Es muss nicht immer die Fettflosse sein, nein in Fischfrikadellen gehört Hecht rein. So, nun genug hinterlassen. Ich muss an die Küste, Bruno wartet:-))


TL Micha

Bild könnte enthalten: im Freien, Natur und Wasser
Bild könnte enthalten: Vogel und im Freien
 

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