Erlebnisbericht 01/16

zuletzt Aktualisiert am: 07.03.2016

Hallo,

mal abgesehen davon das ich noch nicht sehr lange Mitglied im ASV Schleswig bin, reizt es mich doch einmal zu erzählen was man selbst dann so alles erleben und erfahren tut. Nun ja, man ist neu und da ist es ja natürlich Informationen über die Gewässer zu bekommen. Wo kann ich was fangen, wie komme ich dahin, welche Angelmethode ist sinnvoll u.s.w.

Am Gammelunder See habe ich angefangen, mein Zielfisch, Aal, Barsch und Co. An manchen Tagen ist man ganz alleine am See und an anderen Tagen trifft man auch den ein oder anderen Angler. Eigentlich normal, auch die Kontrollen der Angelpapiere muss sein und wenn nicht jetzt, wann sonst kann man doch manches erfahren. Einer der die Papiere kontrolliert der erfährt wo was gefangen wird oder wurde und richtig, im Gespräch erfährt man dann das z.B. am Badestrand am Tag schon schöne Aale gefangen wurden, ein Angelkollege bestätigt das später sogar, aber nun hat man ein Problem, den gefangen wurde, aber man fragt sich dann, welches Jahr war das? Je mehr man nämlich nachfragen tut um so undurchsichtiger wird es. Der Eine hat seit Jahren keinen Aal mehr gefangen, ein Anderer in diesem Jahr nicht, Einer erzählt das er acht Stück gefangen hat, dann stellt sich heraus es war an einem anderen See und die Älteren schrmen davon wie es früher war. Fazit, selber probieren und wenn nichts geht dann mal an einen anderen See probieren.

So habe ich das auch gemacht. Erst einmal ins Auto gesetzt und alle möglichen Gewässer gesucht. Eines Tages bin ich am Kattenhunder-See gelandet und es war sogar ein Angler da, also mal anquatschen was so geht. Was ich hörte war interessant und ich entschloss mich am nächsten Tag mein Glück zu probieren.

Sau Wetter und mein Sohn meinte, bei so einem Wetter geht man nicht auf Aal, doch für mich war das kein Grund. Also am späten Nachmittag ab an den See, eine Grundrute und zwei Schwimmerruten raus und warten. Es fing langsam an zu dämmern als mein Sohn vorbei kam um zu sehen wie erfolglos sein Vater agierte. So war es ja eigentlich auch, bis dahin hatte außer ein paar kleinen Rotaugen nichts besonderes angebissen. Das mmerlicht machte es schwer die Schwimmer zu erkennen, also Knicklicht drauf, aber durch das Spiel zwischen dunkel, hell und den Wellen konnte man selbst mit Beleuchtung“ nur ab und zu den Schwimmer mehr erahnen als sehen. So gegen 22.30 Uhr entschloss sich mein Sohn dann den Heimweg anzutreten, gerade als er los gehen wollte bemerkte er, das einer meiner Schwimmer anfing zu laufen“ und als ich ihn endlich gesehen habe, ging er auch gleich unter. Ein bisschen warten und dann kurz anschlagen, der Erfolg, ein 65 cm langer Aal, in der Nacht folgten noch zwei vom selben Kaliber. Nächste Nacht, nichts!!

Es folgte der Brautsee, mal hier sehen was geht die erste Nacht ein Aal von 750 Gramm. Moorkatenteich die erste Nacht ein dicker Aal abgegangen drei Kleine zurück gesetzt. Ein Angelfreund wollte mit seinem kleinen Sohn nur bis 24 Uhr bleiben, er blieb bis zur Morgendämmerung und ging mit 3 Aalen nach Hause. Winninger Au, hier haben besonders die Mücken gut gebissen und die kleinen Barsche, ansonsten tote Hose. Langsee, erste Nacht 5 Aale von 55-75 cm, zweite Nacht 14 Aale aber meine Tauwürmer waren fast größer. Welches Jahr? Na ja ich bin ja noch nicht so lange im Verein.

Man muss halt viel probieren und nur wer ans Wasser fährt kann auch was fangen und noch etwas gutes hat es wenn man öfter ans Wasser geht, man muss nicht so oft die Papiere vorzeigen, man kennt dich schon und so Mancher macht sich schon gar nicht mehr auf den Weg ans Wasser wenn er dein Auto sieht. Für mich ist Angeln ein Hobby, am Wasser sitzen und die Zeit genießen, hier und da mal Anglerlatein austauschen, sich über Andere mal ärgern und natürlich auch was fangen, alles gehört dazu und alles macht das Angeln so interessant und das alle Jahre wieder ob die Fische gut beißen oder schlecht. Ich werde mir weiter die Zeit nehmen meinem Hobby nachzugehen und bestimmt den ein oder anderen Kapitalen an die Angel bekommen und wenn nicht bleibt immer

noch die Hoffnung das es klappen wird. Ach so ja, am Gammelunder See habe ich auch schon gut gefangen, Hecht, Aal und Barsche in stattlichen Größen aber auch erfolglose Tage waren dabei. Jetzt bleibt nur noch der hintere Busdorfer Teich, die Treene und die Bollingstedter Aue auszutesten, also immer noch was da wo ich noch nicht war.

Noch eines liegt mir am Herzen, keiner ist perfekt und jeder sieht sein Hobby so wie er es für gut hält und so angelt er auch. Der Eine geht mit hihg tech Waffen“ ans Wasser der Andere eben mit dem alten Utensilien, der eine rennt eben weit in den Gammelunder See und der Andere bleibt am Ufer, da muss man nicht lästern und sich lustig machen, das ist es doch eben was die Angelei so interessant macht, jeder macht es so wie er denkt das es richtig ist. Da kann man noch so viele Bücher lesen, kluge Ratschläge hören, letztendlich hat derjenigen damit wohl seine guten Erfahrungen gemacht und wenn nicht, kommt er irgend wann selber darauf oder will es ja gar nicht anders, weil es ihm eben halt so gefällt. Also lasst doch jeden so angeln wie er es möchte, solange er die Regeln einhält. In diesem Sinne allen Angelfreunden viel Petri Heil.

D.G.

zum Seitenanfang